23 Mai 2017

Qualifiziertes Freitextfeld bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die Finanzverwaltung setzt zunehmend auf die maschinelle Veranlagung. Damit aber auch in Zukunft eine personelle Veranlagung möglich wird, hat die Verwaltung das sogenannte "qualifizierte Freitextfeld" eingeführt. Der Steuerpflichtige kann in diesem Feld zum Beispiel:

  • um eine nähere Prüfung bestimmter Sachverhalts- oder Rechtsfragen bitten,
  • erklären, dass er in seiner Steuererklärung von der Verwaltungsauffassung abgewichen ist, oder
  • einen Antrag auf eine Ermessensentscheidung stellen, die Auswirkung auf die Steuerfestsetzung hat.

Diese Angaben sind in den neuen Vordruckmustern des BMF für die Umsatzsteuervoranmeldung (USt 1 A) in Zeile 75 (Kz. 23) bzw. für die Anmeldung der Sondervorauszahlung (USt 1 H) in Zeile 31 (Kz. 23) einzutragen. Die ergänzenden Angaben sind darüber hinaus in jedem Fall in einer gesonderten Anlage zu machen, die vom Unternehmer zu erstellen und mit der Überschrift "Ergänzende Angaben zur Steueranmeldung" zu kennzeichnen ist. Wenn der Steueranmeldung dagegen nur ergänzende Aufstellung oder Belege beigefügt werden sollen, sind keine Eintragungen in Zeile 75, sondern in Zeile 15 vorzunehmen. Mit diesen Eintragungen unterbleibt eine vollmaschinelle Verarbeitung der Anmeldung und es erfolgt eine personelle Bearbeitung.

Im Bereich Umsatzsteuer Compliance sollte nun ein weiterer Arbeitsschritt im Deklarationsprozess aufgenommen werden, der die Prüfung einer notwendigen Eintragung in dem neuen Feld vorsieht. Dies ist immer dann angesagt, wenn die Richtlinien der Finanzverwaltung konkrete Regelungen hinsichtlich bestimmter Sachverhalte enthalten, von denen der Steuerpflichtige in der Steuererklärung bzw. Steueranmeldung abweicht.

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