11 August 2017

Kopie einer Rechnungskopie ist Kopie einer Rechnung

Der Antrag auf Vorsteuervergütung ist auf elektronischem Weg zu stellen, dabei sind die Rechnungen einzuscannen und zusätzlich im Original einzureichen. Dies gilt so ab 2015.  

In einem Fall des Jahres 2010, bei dem Rechnungen lediglich gescannt eingereicht wurden, ohne Nachsendung des Originals, trat folgendes Problem auf: Der Scan wurde von der mit dem Eindruck „Copy 1“ versehen Duplikats der Rechnung erstellt. Das Bundeszentralamt für Steuern versagte deshalb den Vorsteuerabzug, da es kein Original der Rechnung war. Der BFH hat die Klage mit Urteil vom 17.05.2017 (V R 54/16) zu Gunsten des Steuerpflichtigen entschieden: Auch die Kopie einer Kopie des Originals ist mittelbar eine Kopie des Originals. Es gibt keinen sachlichen Grund, die elektronische Kopie von einer Originalurkunde anfertigen zu lassen. Es ist darauf zu achten, dass der Grundsatz der rechtsschutzgewährenden Aus-legung von Verfahrensvorschriften beachtet wird.  

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