7 Juli 2017

Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Nach jahrzehntelanger Debatte hat der Bundestag am 27. Juli 2017 die Gleichstellung homosexueller Paare bei der Ehe beschlossen, nachdem bereits im Jahr 2001 die eingetragene Lebenspartnerschaft für gleichgestellte Paare eingeführt wurde.

Aus steuerlicher Sicht gibt es keine Unterschiede zwischen der bisherigen "klassischen" Ehe zwischen Mann und Frau, der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und der bisherigen eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft.

Das betrifft sämtliche Breche des Einkommensteuerrechtes, wie z. B. das Splittingverfahren, die Wahl der Steuerklassen, den Abzug von Unterhaltsleistungen, die steuerliche Behandlung von Kindern oder die Freistellung von Kapitalerträgen.

Hierzu hatte sogar bereits 2013 das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das Ehegattensplitting auch für eingetragene Lebenspartner anwendbar ist.

Neben der Einkommensteuer gilt die Gleichstellung auch bei allen anderen Steuerarten wie der Erbschaft- und Schenkungsteuer, im Grunderwerbsteuerrecht sowie bei der Kirchensteuer. Auch bei der steuerlichen Förderung der Riester-Rente und der Wohnbauprämie gibt es keine Unterschiede mehr.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und verbessern zu können, nutzen wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK