21 Juni 2017

Rückwirkende Rechnungsberichtigung

Am 20.10.2016 (V R 54/14 - NV) hat der BFH folgendes Urteil gefällt: Berichtigt der Unternehmer eine Rechnung für eine von ihm erbrachte Leistung, wirkt dies auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Rechnungsausstellung zurück.

Im Urteilsfall war der Name des Rechnungsempfängers ohne Rechtsformzusatz angegeben, so dass eine Verwechslung mit der Schwestergesellschaft möglich gewesen wäre.

Nach Aussage des BFH liegt eine berichtigungsfähige Rechnung jedenfalls dann vor, wenn sie folgende Angaben enthält:

  • Rechnungsaussteller
  • Leistungsempfänger
  • Leistungsbeschreibung
  • Entgelt und
  • gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer.

Diesbezügliche Angaben sollten nicht in so hohem Maße unbestimmt, unvollständig oder offensichtlich unzutreffend sein, dass sie fehlenden Angaben gleichstehen. Die berichtigte Rechnung kann bis zum Schluss der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht vorgelegt werden. Zur Rechnungsberichtigung müssen die fehlenden oder unzutreffenden Angaben durch ein Dokument, das spezifisch und eindeutig auf die Rechnung bezogen ist, übermittelt werden.

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