28 Dezember 2016

Geschenke an Geschäftsfreunde

Steuerpflichtige bedanken sich i. d. R. für die gute Zusammenarbeit am Jahresende bei ihren Geschäftspartnern und Kunden mit kleinen Geschenken, also „Sachzuwendungen“.

Die Aufwendungen hierfür dürfen als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die Kosten der Gegenstände pro Empfänger und Jahr 35 EUR ohne Umsatzsteuer (falls der Schenkende zum Vorsteuerabzug berechtigt ist) nicht übersteigen. Ist der Betrag höher oder werden an einen Empfänger im Wirtschafts-jahr mehrere Geschenke überreicht, deren Gesamtkosten 35 EUR übersteigen, entfällt die steuerliche Abzugsmöglichkeit in vollem Umfang.

Eine Ausnahme sind Geschenke bis 10 EUR. Hier geht der Fiskus davon aus, dass es sich um Streuwerbeartikel handelt. Hierfür entfällt auch die Aufzeichnungspflicht der Empfänger.

Für die lohnsteuerliche Berücksichtigung gilt eine Grenze von 10 EUR. Wird diese überstiegen, ist eine Versteuerung mit 30 % pauschal (zuzüglich Soli-Zuschlag und Kirchensteuer) vorzunehmen. Maximal denkbar sind über diesen Weg Aufwendungen von bis zu 10.000 EUR im Jahr pro Empfänger und der Arbeitgeber hat den Empfänger von der Steuerübernahme zu unterrichten.

Geschenke aus persönlichem Anlass (Geburtstag, Hochzeit und Hochzeitsjubiläen, Kindergeburt, Geschäftsjubiläum) im Wert bis 60 EUR (bis 31.12.2014 = 40 EUR) müssen nicht pauschal besteuert werden. Übersteigt der Wert jedoch 35 EUR, ist das Geschenk nicht als Betriebsausgabe absetzbar.

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