20 Juni 2016

Koalition einigt sich auf Erbschaftsteuerreform

Die große Koalition hat eine Einigung zur Erbschaftsteuerreform erzielt. Danach werden Firmenerben wie bisher von der Erbschaftsteuer weitgehend befreit, wenn sie das Unternehmen fortführen und Arbeitsplätze erhalten. Allerdings gelten - wie vom Bundesverfassungsgericht Ende 2014 gefordert - schärfere Vorgaben. Die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer von rund sechs Milliarden Euro könnten etwas steigen.

Erben, die mehr als 26 Millionen Euro bekommen, sollen erst nach einer Bedürfnisprüfung Steuervergünstigungen bekommen können - wenn sie also nachweisen, dass sie die Steuer nicht verkraften. Liegt das Erbe bei 90 Millionen Euro oder darüber, gibt es den Plänen zufolge grundsätzlich keine Steuernachlässe.

Für Unternehmen mit maximal fünf Beschäftigten sollen besonders niedrige bürokratische Hürden gelten, die sie für eine Steuerbefreiung erfüllen müssen. Bisher sind Betriebe mit bis zu 20 Arbeitnehmern vom Nachweis des Arbeitsplatzerhalts befreit.

Nach der Einigung müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen. Angestrebt wird ein Gesetzbeschluss bis zur parlamentarischen Sommerpause am 8. Juli.


Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erbschaftssteuer-koalition-einigt-sich-auf-gesetz-a-1098569.html

Bild: PeJo/Shutterstock.com

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