1 Juni 2016

Kinder feiern: Mit der richtigen Unterstützung ganz einfach

Den heutigen Kindertag haben einige Unternehmen genutzt, um in ihren Betriebskindergärten ein besonderes Fest zu feiern und gemeinsam mit den Eltern einen schönen Nachmittag zu verbringen.

Wer keinen Betriebskindergarten hat, muss deshalb trotzdem nicht auf die Unterstützung des Arbeitgebers verzichten. So gibt es die Möglichkeit z.B. steuer- und sozialversicherungsfreie Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung (einschließlich Unterkunft und Verpflegung) und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Arbeitnehmers in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen, also z. B. bei einer Tagesmutter, zu leisten.

Wenn Sie als Arbeitgeber diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringen, gibt es als betragsmäßige Obergrenze nur die Rechnung des Kindergartens oder der Tagesmutter.

Im Einzelnen gilt für Kindergartenzuschüsse Folgendes:

a) Betriebskindergarten und Barzuschüsse

Die unentgeltliche oder verbilligte Betreuung der Kinder von Arbeitnehmern in einem Betriebskindergarten war bereits seit jeher kein steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn. Seit 1992 gibt es darüber hinaus eine generelle Steuerfreiheit für alle Leistungen des Arbeitgebers zur Unterbringung (einschließlich Unterkunft und Verpflegung) und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen (§ 3 Nr. 33 EStG). Deshalb sind auch Barzuschüsse, die der Arbeitgeber zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für einen Kindergartenplatz erbringt, steuer- und beitragsfrei. Die steuerfreien Arbeitgeberleistungen mindern aber die als Sonderausgaben abziehbaren Kinderbetreuungskosten.

Die Steuerbefreiung kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn der nicht bei dem Arbeitgeber beschäftigte Elternteil die vom Arbeitgeber erstatteten Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat (R 3.33. Abs. 1 Satz 2 LStR).

Bei Barzuschüssen des Arbeitgebers ist die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit nur dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die zweckentsprechende Verwendung nachgewiesen hat. Der Arbeitgeber hat die Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren (R 3.33. Abs. 4 Sätze 2 und 3 LStR).

b) Gehaltsumwandlung nicht möglich

Weitere Voraussetzung für die Steuer- und Beitragsfreiheit ist, dass die Zuschüsse zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Der Kindergartenzuschuss muss zu dem Arbeitslohn hinzukommen, den der Arbeitgeber (ohnehin) schuldet. Unerheblich ist, dass der Kindergartenzuschuss seinerseits auf einer arbeitsvertraglichen oder anderen arbeitsrechtlichen Rechtsgrundlage erbracht wird und somit ein Anspruch auf diese begünstigte Leistung besteht.

Die Umwandlung von arbeitsrechtlich geschuldetem Arbeitslohn in einen Kindergartenzuschuss führt nicht zur Steuer- und Beitragsfreiheit, wobei es gleichgültig ist, ob laufender Arbeitslohn oder eine Einmalzahlung umgewandelt wird. Entsprechendes gilt, wenn der Kindergartenzuschuss auf den arbeitsrechtlich geschuldeten Arbeitslohn angerechnet wird.

Für weitere Informationen können Sie uns jederzeit kontaktieren.



Bild: Soloviova Liudmyla/Shutterstock

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