2 Mai 2016

Scheidungskosten als aussergewöhnliche Belastungen möglicherweise weiterhin absetzbar

Eine Scheidung ist in den meisten Fällen schon schmerzlich genug. Bis 2013 waren Scheidungskosten wenigstens zum Teil noch als außergewöhnliche Belastung steuermindernd anerkennungsfähig.

Nach einer gesetzlichen Änderung (Einführung des § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG), die nun seit 2014 gültig ist, wurde diese Abzugsfähigkeit von Zivilkosten als außergewöhnliche Belastung abgeschafft.

Das Finanzgericht Köln befand nun jedoch überraschend in einem Urteil vom 13.01.2016 (14 K 1861/15), dass die neue Vorschrift bei Scheidungskosten nicht greift. Denn bei Scheidungskosten handelt es sich nach Auffassung des Finanzgerichts weder um Rechtsanwalts- noch Gerichtsgebühren.

Die Revision des Bundesfinanzhofs ist zugelassen. Dieser muss nun entscheiden, ob die für Steuerpflichtige positive Sichtweise des Finanzgerichts zutreffend ist.

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