21 März 2016

Bundesfinanzhof verschärft umsatzsteuerliche Rechnungsanforderungen!

Mit Urteil vom 22.07.2015 (V R 23/14) hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Rechnungen, die nur eine Postfachadresse umfassen, nicht mehr zum Vorsteuerabzug berechtigen. Der BFH verschärft damit die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Rechnung. Demnach muss bei der Rechnungsstellung zukünftig eine „vollständige Anschrift“ angegeben werden.

Das Urteil beruht auf einem Streitfall, bei dem der Klägerin der Vorsteuerabzug aus einer Lieferrechnung versagt wurde, weil der Lieferant unter der angegebenen Rechnungsadresse nur postalisch erreichbar war, aber keine wirtschaftliche Aktivität entfaltete.

Die Finanzverwaltung vertritt wiederum die Ansicht, dass die Postfachadresse anstelle des tatsächlichen Firmensitzes des Leistungsempfängers für den Vorsteuerabzug zulässig sei. Auch das Finanzgericht Köln hat den Vorsteuerabzug aus einer Rechnung zugelassen, die als Rechnungsanschrift nur einen Briefkastensitz enthielt.

Derzeit besteht in der Praxis Unsicherheit darüber, ob sich die Ausführungen des Urteils ausschließlich auf die Anschrift des leistenden Unternehmers bezieht. Aktuell akzeptiert die Finanzverwaltung, dass auf Rechnungen das Postfach oder die Großkundenadresse des Leistungsempfängers verwendet werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Ihre Rechnungsadresse richtig angegeben haben oder ob die Adresse auf einer Rechnung richtig ist, die Sie erhalten haben, beraten wir Sie gern.

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