26 Januar 2016

Überlassung einer Mietwohnung an unterhaltsberechtigte Tochter

Seit November 2011 vermieten Eltern ihrer unterhaltsberechtigten Tochter eine Wohnung. Die Kaltmiete liegt bei 350 EUR und die Nebenkostenvorauszahlungen bei 125 EUR. Soweit so theoretisch. Denn tatsächlich zahlt die Tochter keine Miete. Die Eltern haben die Miete mit dem Unterhalt, den die Tochter eigentlich bekommen würde, verrechnet. Dies allerdings führte nun zu Problemen mit der steuerlichen Anerkennung des Mietverhältnisses, wenn die Abwicklung der familieninternen Vermietung einem Fremdvergleich nicht Stand hält.

So verneinte denn auch das beklagte Finanzamt die Einkunftserzielungsabsicht der Kläger und ließ die geltend gemachten Werbungskosten nur anteilig zum Abzug zu. Auch das Finanzgericht Düsseldorf hat eine entsprechende Klage abgewiesen und ein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis abgelehnt. Grund hierfür ist, dass die Überlassung der Wohnung keine entgeltliche Nutzungsüberlassung, sondern einen Naturalunterhalt in Gestalt der Wohnraumüberlassung darstellt.

Sie vermieten Wohnraum an Ihre Kinder und sind sich nicht sicher, inwiefern Sie dies geltend machen können und ob überhaupt? Wir prüfen das gern für Sie.

Quelle: Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf, 7-K-1077/14-E, Mitteilung vom 07.01.2016

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