25 Oktober 2017

Änderungen im Schweizer Mehrwertsteuerrecht für ausländische Unternehmen ab 2018/2019

Mit Wirkung zum 01.01.2018 tritt eine Änderung bei der Steuerbefreiung aufgrund der Umsatzgrenze in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind Unternehmen nur noch von der Mehrwertsteuerpflicht befreit, wenn diese innerhalb eines Jahres im In- und Ausland Umsätze von weniger als 100.000 CHF aus Leistungen erzielen, welche nicht von der Steuer ausgenommen sind. Damit werden nicht nur die in der Schweiz ausgeführten Umsätze berücksichtigt, sondern auch die Weltumsätze.

So gilt es zu beachten, dass für den Fall, dass ein deutsches Unternehmen in der Schweiz einen Auftrag, z. B. Lieferung und Montage einer Maschinenanlage, ausführt und einen Weltumsatz von mehr als 100.000 CHF umsetzt, dieses Unternehmen nun unter schweizerische MWST-Pflicht fällt.

Die Konsequenzen sind eindeutig: Steuerliche Registrierung in der Schweiz, Benennung eines Fiskalvertreters, Rechnungsstellung mit Schweizer MwSt. Der Abzug von in der Schweiz bezahlten MwSt.-Beträgen auf Eingangsrechnungen als Vorsteuer ist damit natürlich auch verbunden.

Voraussetzung für eine mehrwertsteuerliche Registrierung in der Schweiz ist nach wie vor, dass das ausländische Unternehmen in der Schweiz steuerbare Umsätze erzielt. Die Regelungen für die Ortsbestimmung der Lieferungen oder Dienstleistungen wurden hierbei nicht geändert.

Mit Wirkung ab 01.01.2019 werden Unternehmen in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig, wenn diese mindestens für 100.000 CHF pro Jahr von der Einfuhrumsatzsteuer befreite Kleinsendungen vom Ausland in die Schweiz senden. Davon dürften insbesondere Versandhändler betroffen sein.

Foto: (c)swisshippo@istockphoto

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